Aufenthaltserlaubnis Ablehnung

Sie leben als Ausländer in Deutschland? Ihnen ist in diesem Fall sicherlich klar, dass Sie dazu in aller Regel ein Visum benötigen. Dieses wird auch als Aufenthaltserlaubnis bezeichnet und ist in den meisten Fällen nur für eine begrenzte Zeit gültig. Doch wie geht es danach weiter? Sie müssen zumeist eine Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis beantragen, die vielfach auch bewilligt wird. Dennoch kann es sein, dass Sie eine Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis bekommen. Was Sie dann tun können und welche Möglichkeiten Sie haben, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Wäre es für Sie eine Hilfe, wenn Sie genau wüssten, wie Sie bei der Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis vorgehen können? Dann sind das für Sie gute Nachrichten. Denn im folgenden Text erfahren Sie umfassend und zielgerichtet, was Sie in einem solchen Fall tun können. So haben Sie möglicherweise doch noch die Gelegenheit, Ihr Visum verlängern zu lassen und weiterhin in Deutschland zu bleiben.

Lesen Sie in den nächsten Minuten, wie Sie sich gegen die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis zur Wehr setzen können und welche Möglichkeiten Sie in diesem Zusammenhang haben. So sind Sie bestens informiert und können bei einer Ablehnung ihres Visums entsprechend dagegen vorgehen. Denn: Nicht immer ist bei der Aufenthaltserlaubnis eine Ablehnung auch wirklich rechtens oder gar endgültig.

Warum kann eine Aufenthaltserlaubnis abgelehnt werden?

Es kann einige Gründe geben, weshalb die Deutsche Botschaft die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis ablehnt oder ein bestehendes Visum nicht verlängert wird. Es sind in aller Regel Gründe, die auch nachvollziehbar sind. Dazu zählen:

  • Bestehender Haftbefehl
  • Umfangreiches Vorstrafenregister
  • Einreiseverbot nach Deutschland
  • Vorherige Verstöße gegen Visa-Regularien

Es kann aber ebenso vorkommen, dass ein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis von der Botschaft fälschlicherweise abgelehnt wird oder dass die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis auf falschen Daten basiert. In diesem Fall kann es sich also durchaus lohnen, gegen eine solche Ablehnung vorzugehen und sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Tipp für Sie:

Prüfen Sie entsprechend, ob die Ablehnung aus triftigen Gründen erfolgt ist oder ob eigentlich ein Visum hätte ausgestellt werden müssen. Falls Fehler erkannt werden, kann es ratsam sein, sich dagegen zu wehren und dabei auf die Fehler zu verweisen.

Wie wird die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis mitgeteilt?

Wird eine Aufenthaltserlaubnis abgelehnt, erfahren Sie davon in aller Regel durch einen schriftlichen Bescheid. Auf diese Weise haben Sie also „schwarz auf weiß“ einen Nachweis darüber, dass ein Visum nicht erteilt wird. Darin wird allerdings kein Grund dafür genannt, weshalb für die Aufenthaltserlaubnis eine Ablehnung erteilt wird. In diesem Fall sind Sie also zunächst einmal alles andere als informiert.

Aus diesen Grund hat man oftmals auch das Interesse, sich an die Botschaft oder das Konsulat zu wenden. So möchten Sie möglicherweise wissen, weshalb eine Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis ausgesprochen wurde. Dazu ist es oftmals ratsam, sich gegen eine Ablehnung für die Aufenthaltserlaubnis zur Wehr zu setzen und dagegen zu widersprechen.

Hinweis:

Es kann sich lohnen, in einem solchen Fall einen Anwalt einzuschalten. Dieser kann Ihnen beratend zur Seite stehen und sich auch für Sie darum kümmern, dass Ihnen doch noch eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird.

Wie wird gegen eine Ablehnung der Aufenthaltsbescheinigung vorgegangen?

Sollte die Aufenthaltserlaubnis abgelehnt werden, haben Sie die Möglichkeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Im besten Fall setzen Sie dazu ein Schreiben auf und erläutern Ihre Situation. Da Sie zunächst keine genaue Begründung für die Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis bekommen, ist ein Einspruch gegen die Ablehnung der erste Schritt. Im Anschluss erhalten Sie dann doch noch das Visum – oder zumindest eine genauer Begründung, weshalb Ihre Aufenthaltserlaubnis mit einer Ablehnung beantwortet wurde.

Wurde auch der Einspruch gegen die Ablehnung nicht akzeptiert oder erhielten Sie erneut eine Ablehnung, bleibt nur noch der Klageweg. Sie müssen dann innerhalb einer vorgegebenen Frist Klage einreichen, sodass vor Gericht über Ihre Aufenthaltserlaubnis entschieden wird. Die Frist beträgt einen Monat und sollte auch in jedem Fall eingehalten werden.

Tipp für Sie:

Klagen Sie nur, wenn Sie auch wirklich Erfolgschancen sehen, doch noch eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Andernfalls wäre eine Klage nur sehr zeitaufwendig und zudem auch mit Kosten verbunden. Eine Klage ist daher nur ratsam, wenn diese auch wirklich erfolgsversprechend ist.

Warum wird die Aufenthaltserlaubnis konkret abgelehnt?

Es gibt noch weitere Gründe, weshalb Sie keine Aufenthaltserlaubnis erteilt bekommen. Dazu können diese Gründe zählen:

  • Laut Botschaft ist das Einkommen zu gering
  • Die Deutschkenntnisse reichen nicht aus
  • Der Reisezweck wurde angeblich falsch angegeben

(Mustervorlage bei Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis)

Nutzen Sie die nachfolgende Mustervorlage bei einer Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis nur, wenn diese zuvor von Ihnen angepasst wurde. Streichen Sie unnötige Passagen oder nehmen Sie Ergänzungen vor. Fragen Sie bei Bedarf einen Anwalt.

Absender: (Name und Anschrift, Geburtsdatum eintragen)

Aktenzeichen: (falls vorhanden, angeben)

Meinen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis haben Sie mit einer Ablehnung beantwortet. Damit bin ich nicht einverstanden, weshalb ich diese Entscheidung noch einmal überprüft wissen will.

Meinen Einwand begründe ich wie folgt:

(genaue Begründung nennen, ggf. Belege (gebuchte Hotels etc.) beifügen)

Ich fordere Sie auf, meinen Antrag noch einmal zu überprüfen und mir das Ergebnis im Anschluss mitzuteilen.

(Ort und Datum)                 (Unterschrift per Hand)

Sollte die Aufenthaltserlaubnis abgelehnt werden, kann das schnell zu Problemen führen. Allerdings können Sie sich dagegen wehren und durch mehrere Instanzen gehen. Dazu sollten Sie die Mustervorlage bei Verwendung allerdings anpassen.