GdB Widerspruch begründen

Sie haben eine körperliche Beeinträchtigung und haben deshalb „Prozente“ beantragt? Das bedeutet, dass Sie möchten, dass Ihr Grad der Behinderung (GdB) ermittelt wird. Hierdurch können Sie dann unter Umständen von zusätzlichen Urlaubstagen oder anderen Vorteilen profitieren, die Beeinträchtigte in Anspruch nehmen können. Was aber, wenn Ihr Antrag auf die sogenannten Prozente abgelehnt wird oder Sie nur einen geringen GdB erhalten? Ein GdB Widerspruch kann dann für Sie eine Möglichkeit sein, durch die Sie eine neue Entscheidung herbeiführen können. Möglicherweise wird Ihr Antrag dann noch einmal umfangreich geprüft und es wird eine neue Entscheidung gefällt.

Würde es für Sie positiv sein, wenn Sie gegen die Entscheidung über den GdB Widerspruch einlegen könnten? Dann seien Sie beruhigt, denn genau dies ist der Fall. Für den GdB ist der Widerspruch in aller Regel zulässig, sodass Sie die Überprüfung der Entscheidung erwirken können. Dazu muss Ihr Widerspruch gegen den GdB allerdings fristgerecht eingelegt werden und Sie müssen gewisse Dinge beachten.

Investieren Sie einige Minuten Ihrer Zeit und finden Sie heraus, wann Sie beim GdB Widerspruch einlegen können und in welcher Form dies geschehen sollte. So ist es für Sie einfach möglich, Widerspruch einzulegen. Dabei sollten Sie bedenken, dass ein Widerspruch in aller Regel auch begründet werden sollte.

Widerspruch gegen GdB Entscheidung: Bringt das etwas?

In der Regel sollten Sie nichts unversucht lassen, wenn Sie sich im Bezug auf die GdB Entscheidung ungerecht behandelt fühlen. Ein Widerspruch kann für Sie dann einen Erfolg bringen und Ihr Grad der Behinderung wird vielfach doch noch angepasst. Insbesondere lohnt sich ein Widerspruch gegen die GdB Entscheidung, wenn es sich um Depressionen oder andere seelische Erkrankungen geht. Oftmals fehlt hierfür schlichtweg noch das Verständnis, sodass eine Entscheidung nicht immer korrekt sein muss.

Tipp für Sie:

Legen Sie bei einer unbefriedigenden GdB Entscheidung Widerspruch ein und wehren Sie sich somit gegen die amtliche Einschätzung. Solange Sie Ihren Einspruch gut begründen können, sind die Aussichten auf Erfolg gar nicht mal schlecht.

Widerspruch bei GdB durch Arzt einlegen lassen

In aller Regel soll bei einem Antrag auf Feststellung des Grad der Behinderung festgestellt werden, dass eine (Schwer-)Behinderung vorliegt. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise nicht (mehr) arbeitsfähig sind oder eben eine entsprechende Pflege benötigen. Wird der Grad der Behinderung durch die Behörde falsch eingeschätzt, kann dies für Sie zu Nachteilen führen. Daher sollte in diesem Fall Widerspruch gegen den GdB eingelegt werden.

Bei Bedarf steht Ihnen dazu auch Ihr behandelnder Arzt oder Psychologe zur Seite und unterstützt Sie bei Ihrem Widerspruch. Ärzte können die Begründung in vielen Fällen noch besser formulieren und machen es somit möglich, dass Ihr GdB Antrag noch einmal entsprechend überprüft wird.

Gut zu wissen:

Ihr Arzt kann dem Widerspruch auch zusätzliche Unterlagen beifügen und direkt um die erneute Überprüfung bitten. Somit steigen Ihre Aussichten auf eine zufriedenstellende Entscheidung.

In welcher Form muss der Widerspruch gegen den GdB eingelegt werden?

Es ist in jedem Fall zu empfehlen, den Widerspruch gegen die GdB Entscheidung in schriftlicher Form einzureichen. Hierbei haben Sie die Wahl, ob Sie auf ein maschinengeschriebenes Dokument setzen oder ob Sie Ihren Widerspruch per Hand festhalten. Solange alles gut lesbar ist, stellt das kein Problem dar. In jedem Fall aber sollte Ihr Widerspruch ausformuliert sein und Sie sollten diesen auch per Hand unterzeichnen. Dies ist in jedem Fall erforderlich, da Ihr Widerspruch sonst nicht akzeptiert wird.

Sie haben alternativ vielfach auch die Möglichkeit, den Widerspruch zur Niederschrift einzulegen. Dazu wird Ihr Widerspruch vor Ort beim entscheidenden Amt diktiert und entsprechend festgehalten. Wenn Sie den Widerspruch gegen den GdB mit Ihrem Arzt begründen wollen, ist diese Option allerdings nur bedingt zu empfehlen.

Ab welchem GdB liegt eine Schwerbehinderung überhaupt vor?

Eine Schwerbehinderung ist in Deutschland klar geregelt und liegt erst ab einem gewissen Prozentsatz vor. Dieser liegt bei 50 Prozent und darunter wird anhand des Grad der Behinderung keine Schwerbehinderung festgestellt. Unter einem GdB von 50 Prozent besteht somit auch kein Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Lediglich ein Schreiben für den Arbeitgeber und für das Finanzamt kann man vom Versorgungsamt dann erhalten.

Und:

Auch mit einem GdB von mindestens 50 Prozent muss noch kein Schwerbehindertenausweis beantragt werden. Es besteht dann allerdings die Möglichkeit dazu, die vielfach wahrgenommen wird.

(Mustervorlage Widerspruch gegen Grad der Behinderung)

Die nachfolgende Mustervorlage für den GdB Widerspruch sollten Sie nur nach vorheriger Anpassung nutzen. Dabei sollten Sie alle Angaben entsprechend Ihrer Anforderungen ändern und bei Bedarf auch Streichungen vornehmen. Befragen Sie bei Zweifeln einen Juristen.

Widerspruch gegen GdB Entscheidung

Name: (Name und Adresse nennen)

Aktenzeichen: (Aktenzeichen vom Versorgungsamt nennen)

Gegen Ihren Bescheid vom (Datum nennen) lege ich fristgerecht Widerspruch ein. Ich bin mit dem festgestellten Grad der Behinderung meine Person betreffend nicht einverstanden.

Meinen Widerspruch begründe ich dabei wie folgt:

(Widerspruch möglichst genau begründen)

Weiterhin lege ich meinem Widerspruch weitere ärztliche Untersuchungsergebnisse vor, die bei Ihrer Entscheidung berücksichtigt werden sollten.

Ich fordere Sie daher auf, meinen Antrag zur Feststellung des GdB noch einmal zu überprüfen.

Ort und Datum                    Unterschrift von Ihnen

Mit einem Widerspruch gegen die GdB Entscheidung können Sie Ihre gesundheitliche Zukunft vielfach beeinflussen. Immerhin hängt davon beispielsweise ab, ob Sie eine Pflegestufe erhalten oder ob Sie einen höheren Urlaubsanspruch haben. Daher sollten Sie sich einen Widerspruch gegen die GdB Entscheidung gut überlegen.