Widerspruch Vertrag – Sage mit der Mustervorlage Nein

Widerspruch VertragEin Vertrag ist schnell abgeschlossen. Während einige Verträge tatsächlich richtig und wichtig sind, können sich andere Verträge aber als überflüssig oder zu teuer herausstellen. Andererseits bist Du nicht lebenslang an einen einmal geschlossenen Vertrag gebunden.

Neben der Kündigung, durch die Du eine Vertragsbeziehung beenden kannst, stehen Dir mit dem Widerruf und dem Widerspruch noch zwei weitere Möglichkeiten zur Verfügung.

Widerspruch Vertrag als Mustervorlage

Name
Anschrift

Vertragspartner
Anschrift

Ort, den Datum

Ihre Zahlungsaufforderung vom (Datum)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Schreiben vom (Datum) stellen Sie den Betrag von ______ Euro in Rechnung. Sie berufen sich dabei auf einen kostenpflichtigen Vertrag, den ich angeblich geschlossen haben soll.

Ich bin mir sicher, niemals einen derartigen Vertrag mit Ihnen geschlossen zu haben. Sollten Sie eine andere Ansicht vertreten, so bitte ich um einen Nachweis, wann und wie der Vertragsabschluss zustande gekommen sein soll. Überdies belegen Sie bitte, wann und wie die ordnungsgemäße Information und Belehrung über die gesetzlichen Bestimmungen zum Fernabsatz stattgefunden hat.

Wegen Irrtums und arglistiger Täuschung fechte ich hiermit rein vorsorglich den angeblich geschlossenen Vertrag an. Mit Verweis auf die Vorschriften über Fernabsatzverträge widerrufe ich zusätzlich hilfsweise den angeblichen Vertrag und spreche die fristlose Kündigung aus.

Des Weiteren widerspreche ich ausdrücklich der Nutzung, Verarbeitung und Weitergabe meiner personenbezogen Daten und fordere Sie auf, sämtliche Daten zu meiner Person umgehend zu löschen. Gleichzeitig weise ich Sie darauf hin, dass ich mir rechtliche Schritte gegen Sie vorbehalte, falls Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen sollten. Gleiches gilt für den Fall, dass sie mich erneut mit irgendwelchen haltlosen Forderungen belästigen sollten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

Widerspruch gegen Rechnungen mit dem Generator erstellen

Wann kann ich Widerspruch einlegen?

Einspruch VertragEs kann vorkommen, dass Du eine Rechnung erhältst, die fehlerhaft ist. In diesem Fall solltest Du Dich schriftlich an das Unternehmen wenden, die Forderung beanstanden und um eine Korrektur der Rechnung bitten. Ein seriöses Unternehmen wird den Vorgang daraufhin prüfen. Hat sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen, was jedem einmal passieren kann, wird das Unternehmen die Rechnung umgehend berichtigen. Liegt kein Fehler vor, wird Dich das Unternehmen darüber informieren, wie der Rechnungsbetrag zustande kommt.

Möglich ist aber auch, dass plötzlich eine Rechnung im Briefkasten liegt, obwohl Du weder etwas bestellt oder gekauft noch einen Vertrag geschlossen hast. Eigentlich könntest Du ein solches Schreiben einfach ignorieren. Gibt es tatsächlich keinen Vertrag, bist Du auch keine Verpflichtungen eingegangen und musst folglich nichts bezahlen. Manche Unternehmen lassen jedoch nicht so schnell locker und verschicken immer wieder Zahlungsaufforderungen, oft mit steigenden Mahngebühren. Vielfach drohen sie auch mit unangenehmen Folgen wie einem Schufa-Eintrag oder dem Besuch des Gerichtsvollziehers. Durch eine solche Taktik möchten sie erreichen, dass Du irgendwann eingeschüchtert bist und bezahlst. Oder dass Du die Zahlung leistest, um Ruhe zu haben. Ratsam ist deshalb, sich direkt nach Erhalt der angeblichen Rechnung an das Unternehmen zu wenden.

In Deinem Schreiben solltest Du verdeutlichen, dass Du die unberechtigte Forderung zurückweist. Sicherheitshalber und rein vorsorglich kannst Du den angeblich geschlossenen Vertrag zusätzlich noch widerrufen und fristlos kündigen. Für Dich ist die Angelegenheit damit erledigt. Selbst wenn Du nach Deinem Widerspruch noch eine Mahnung bekommen solltest, musst Du darauf nicht reagieren. Die meisten schwarzen Schafe geben auf, wenn Du der Forderung widersprochen hast und weitere Schreiben ignorierst. Nur falls Du einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen solltest, musst Du dagegen noch einmal Widerspruch einlegen. Hierfür liegt dem Bescheid ein entsprechendes Widerspruchsformular bei. Dazu wird es aber nur selten kommen und in aller Regel ist spätestens nach Deinem Widerspruch gegen den gerichtlichen Mahnbescheid endgültig Schluss.

 

Wann ist der Widerruf von einem Vertrag möglich?

Hast Du einen Vertrag geschlossen und bereust diese Entscheidung kurz darauf wieder, kannst Du den Vertrag widerrufen.  Bei den meisten Verträgen beträgt die Frist, während der Du einen Vertrag rückgängig machen kannst, 14 Tage.  Genaue Angaben zu der Widerrufsfrist und Deinem Widerrufsrecht findest Du in der sogenannten Widerrufsbelehrung, die Dir der Vertragspartner zur Verfügung stellen muss. Als Widerruf reicht ein einfaches Schreiben aus. Darin musst Du lediglich erklären, dass Du den genannten Vertrag widerrufst. Die Gründe dafür musst Du nicht angeben. Wichtig ist aber, dass Dein Widerruf schriftlich und fristgerecht erfolgt. Geht Dein Widerruf zu spät ein, muss und wird ihn das Unternehmen nicht akzeptieren.

 

Wann kann ich einen Vertrag durch Kündigung beenden?

Vertrag KündigungMöchtest Du eine bestehende Vertragsbeziehung beenden, kannst Du kündigen. Eine Kündigung ist immer zum Ende der Vertragslaufzeit möglich. In den Vertragsbedingungen steht, bis wann Deine Kündigung vorliegen muss.  Bei vielen Verträgen gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten.  Manchmal können Verträge aber noch bis zu einem Monat vor Ablauf gekündigt werden. Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen und von Hand unterschrieben sein. Kündigst Du fristgerecht zum Ablauf einer Vertragslaufzeit, musst Du keine Gründe angeben. Es reicht also, wenn Du lediglich erklärst, dass Du den Vertrag kündigst.

Neben der fristgerechten, ordentlichen Kündigung gibt es noch die außerordentliche Kündigung. Sie ist möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Welche Gründe eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, steht in den Vertragsbedingungen. Möchtest Du einen Vertrag vorzeitig auflösen, muss Deine Kündigung ebenfalls schriftlich erfolgen. Anders als bei einer fristgerechten Kündigung musst Du außerdem den Grund für Deine außerordentliche Kündigung angeben.