Widerspruch Generator für Mahngebühren und Mahnung

Widerrufsgenerator MahnungenWenn Du eine Ware bestellst oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmst, entsteht ein Schuldverhältnis. Dieses Schuldverhältnis verpflichtet Dich dazu, den Geldbetrag zu bezahlen, der als Gegenleistung für die Ware oder Dienstleistung vereinbart war.

Bezahlst Du nicht oder nur anteilig, wird Dir der Anbieter meist eine Mahnung schicken. Aber was tun, wenn Du eine Mahnung bekommst, obwohl die Rechnung schon längst bezahlt ist?

Widerspruch Generator Mahnung & Mahngebühren

Widerspruch Generator für die MahngebührDer einfachste und sicherste Weg, um Mahnungen zu vermeiden, ist, fällige Zahlungen pünktlich zu leisten. Nun kann es im Alltagstrubel aber durchaus passieren, dass Du eine Rechnung vergisst. Vielleicht bist Du aber auch knapp bei Kasse und kannst die Rechnung nicht gleich oder nicht vollständig bezahlen. Allerdings ist auch möglich, dass Deine Zahlung untergeht und Du eine Mahnung bekommst, obwohl die Rechnung bezahlt ist. Oder dass Du eine Rechnung bezahlen sollst, obwohl Du gar nichts gekauft oder bestellt hast. Hast Du eine Mahnung bekommen, die nicht gerechtfertigt ist, kannst Du ihr widersprechen. Und auch zu hoch angesetzte Mahngebühren musst Du nicht akzeptieren. Wie Du Dein Widerspruchsschreiben formulieren kannst, zeigt Dir der folgende Generator.

Anrede:

  Sehr geehrte Frau [Sachbearbeiterin/Ansprechpartnerin],

  Sehr geehrter Herr [Sachbearbeiter/Ansprechpartner],

  Sehr geehrte Damen und Herren,

Einleitung:

  am [Datum] habe ich Ihr Schreiben erhalten, in dem Sie eine angeblich noch nicht beglichene Forderung anmahnen. Ihre Mahnung bezieht sich dabei auf Rechnung [Nummer] vom [Datum] über [Betrag] Euro.

  mit Schreiben vom [Datum] teilen Sie mir mit, dass ich die Rechnung [Nummer] vom [Datum] trotz Fälligkeit noch nicht bezahlt hätte.

  in Ihrem Schreiben vom [Datum] weisen Sie mich darauf hin, dass ich es versäumt hätte, die fällige Rechnung [Nummer] zu bezahlen.

  zu Ihrer Mahnung, die ich am [Datum] erhalten habe, möchte ich wie folgt Stellung nehmen.

  mit Schreiben vom [Datum] erinnern Sie mich an die fällige Zahlung über [Betrag] Euro für Rechnung [Nummer]. Gleichzeitig berechnen Sie Mahngebühren von [Betrag] Euro.

  in Ihrem Schreiben vom [Datum] bestätigen Sie den Eingang meiner Zahlung zu Rechnung [Nummer]. Mit Hinweis auf den verspäteten Zahlungseingang stellen Sie jedoch Mahnkosten in Höhe von [Betrag] Euro in Rechnung.

Hauptteil, 1. Absatz:

  Die von Ihnen genannte Rechnung habe ich jedoch bereits am [Datum] bezahlt. Eine Kopie meines Kontoauszugs, auf dem die Zahlung dokumentiert ist, lege ich diesem Schreiben als Anlage bei.

  Die von Ihnen angemahnte Zahlung habe ich allerdings schon veranlasst. Dem als Anlage beiliegenden Zahlungsbeleg können Sie entnehmen, dass ich den Rechnungsbetrag am [Datum] überwiesen habe.

  Leider kann ich nicht nachvollziehen, von was für einer Rechnung Sie sprechen. Ich habe keinerlei Verträge mit Ihnen abgeschlossen und weder irgendwelche Warenlieferungen erhalten noch Leistungen in Anspruch genommen. Da mir auch die von Ihnen genannte Rechnung nicht vorliegt, wüsste ich nicht, wann, wie und wodurch ich zu einer Zahlung Ihnen gegenüber verpflichtet sein sollte.

  Auf Ihrer Internetseite [Adresse] bewerben Sie die dort vorgestellten Angebote und Leistungen als kostenlos. Gleichzeitig weisen Sie plakativ darauf hin, dass ein Nutzer keinerlei weitergehende Verpflichtungen eingeht, wenn er ihre Angebote in Anspruch nimmt. Erst in Ihren AGB findet sich die Information, dass durch die Inanspruchnahme des Angebots ein kostenpflichtiger Vertrag/ein Abo mit Folgekosten von [Betrag] Euro zustande kommt. Ihre AGB können jedoch nur über ein separates Fenster aufgerufen werden und die entsprechende Klausel ist sehr gut getarnt. Der Bestellvorgang selbst ist zu keinem Zeitpunkt durch einen Button oder einen anderen Hinweis als kostenpflichtig gekennzeichnet. Diese Praxis verstößt somit gegen die gesetzlichen Vorgaben. Damit ist auch Ihre Klausel, nach der sich eine Zahlungspflicht ergibt, nichtig.

  Mahnkosten in einer solchen Höhe halte ich jedoch für nicht angemessen. Gemäß der gängigen Rechtsprechung ist es nicht zulässig, allgemeine Verwaltungskosten einzurechnen. Stattdessen sind lediglich nachweisbare Kosten, etwa für Papier, Druck und Porto, erstattungsfähig. Als Obergrenze für Mahnkosten wird regelmäßig von 2,50 Euro ausgegangen. Die von Ihnen in Rechnung gestellten Mahngebühren liegen mit [Betrag] Euro somit erheblich über der akzeptablen Höchstgrenze.

  Die von Ihnen geforderten Mahnkosten weise ich jedoch zurück: Zum einen dürfen Mahnkosten nur dann berechnet werden, wenn der Schuldner bereits in Zahlungsverzug ist. Dies war bei mir jedoch nicht der Fall, denn ich wäre erst durch die Mahnung in Verzug gekommen. Zum anderen hatte ich die Zahlung zu dem Zeitpunkt, als Ihre Mahnung bei mir eingetroffen ist, bereits veranlasst. Insofern wäre Ihre Mahnung ohnehin gegenstandslos gewesen.

Hauptteil, 2. Absatz:

  Ich gehe daher davon aus, dass die Angelegenheit damit erledigt ist. Andernfalls bitte ich um kurze Nachricht.

  Insoweit betrachte ich Ihre Mahnung als gegenstandlos. Sollte die Angelegenheit wider Erwaten nicht erledigt sein, benachrichtigen Sie mich bitte.

  Sollten Sie anderer Meinung sein und auf die von Ihnen benannte Forderung bestehen, teilen Sie mir bitte mit, wann und wie ein Vertrag zustande gekommen sein soll. Bitte schicken Sie mir dann auch eine Kopie des Vertrags, der Rechnung oder einen anderen Nachweis zu, der meine angebliche Zahlungsverpflichtung Ihnen gegenüber belegt. Sollte ich innerhalb der kommenden zwei Wochen keinen derartigen Nachweis erhalten, betrachte ich die Angelegenheit als erledigt.

  Ihre Zahlungsaufforderung weise ich daher ausdrücklich zurück und erkläre, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde. Ich weise Sie außerdem darauf hin, dass ich mir rechtliche Schritte gegen Sie vorbehalte, falls Sie mich erneut wegen irgendwelchen unberechtigten Forderungen kontaktieren sollten.

  Die angemahnte Forderung zuzüglich Mahnkosten in Höhe von 2,50 Euro habe ich am [Datum] beglichen/werde ich in Kürze begleichen. Sollten Sie auf höhere Mahngebühren bestehen, bitte ich, die Kosten in einer detaillierten und nachvollziehbaren Aufstellung offenzulegen.

  Die von Ihnen geforderten Mahngebühren weise ich daher zurück. Sofern Sie auf eine Zahlung bestehen sollten, bitte ich um eine schriftliche Erklärung, worauf Sie Ihren Forderungsanspruch stützen.

Grußformel:

  Mit freundlichen Grüßen, [Unterschrift]

  Mit freundlichem Gruß, [Unterschrift]

Musterbrief: Mahnung Widerspruch

Name
Anschrift

Unternehmen oder Ansprechpartner
Anschrift

Ort, den Datum

Ihre Mahnung vom (Datum)

Sehr geehrte/r Frau/Herr ___________/Damen und Herren,

mit Schreiben vom (Datum), mir zugegangen am (Datum), mahnen Sie die fällige Zahlung

in Höhe von __________ Euro
zu Rechnung Nummer __________________ vom (Datum)

an. Diese Zahlung habe ich jedoch bereits am (Datum) veranlasst. Den dazugehörigen Zahlungsbeleg lege ich diesem Schreiben als Nachweis bei.

Ihre Mahnung betrachte ich insofern als gegenstandlos. Sollte meine Zahlung wider Erwarten nicht bei Ihnen angekommen sein, bitte ich jedoch um kurze Nachricht.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

 

Wie kann es passieren, dass ich trotz Zahlung eine Mahnung erhalte?

Hat Dein Vertragspartner seinen Teil der Abmachung erfüllt, indem er die bestellte Ware geliefert oder die beauftragte Leistung erbracht hat, steht ihm als Gegenleistung die vereinbarte Zahlung zu. Hältst Du nun Deinen Teil der Abmachung nicht ein und bezahlst die Rechnung zu spät, nur teilweise oder gar nicht, kann Dein Vertragspartner seine Forderung durchsetzen. In den meisten Fällen wird er Dir dazu eine Mahnung schicken. Dies ist notwendig, damit ein Zahlungsverzug eintreten kann. Der Zahlungsverzug wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass Dein Vertragspartner weitere Schritte einleiten kann, um an sein Geld zu kommen.

Einspruch MahnungNun kann es aber passieren, dass Du eine Mahnung erhältst, obwohl Du die Zahlung schon geleistet hast. Der Grund hierfür kann im Computersystem liegen. Bei den meisten Ämtern, Behörden und Unternehmen wird der Zahlungsverkehr automatisch erfasst. Im Computer ist dann vermerkt, wann eine Rechnung fällig ist.  Stellt der Computer bei der Abfrage fest, dass noch keine Zahlung verbucht ist, wird automatisch eine Mahnung verschickt.  Insofern können sich der Geldeingang und der Versand des Mahnschreibens einfach nur zeitlich überschnitten haben. Ein anderer Grund kann sein, dass Zahlungen und das Mahnwesen von verschiedenen Abteilungen bearbeitet werden. Folglich kann es passieren,  dass Dein Geld zwar schon eingegangen ist, Deinem Kundenkonto aber noch nicht gutgeschrieben wurde.  Deshalb ist die Rechnung im System noch offen und die Mahnabteilung wird aktiv. In der Mahnung steht in diesem Fall aber meist der Hinweis, dass Du die Mahnung als gegenstandslos betrachten kannst, wenn Du die Zahlung bereits geleistet hast.

  • Übrigens: Einige Unternehmen nennen das erste Schreiben nicht Mahnung, sondern Zahlungserinnerung. Dass Du an die fällige Zahlung erinnert wirst, klingt natürlich freundlicher. Trotzdem ist dieses Schreiben die erste Mahnung, auch wenn es anders heißt.

 

Wie sollte ich reagieren, wenn ich eine Mahnung bekomme?

kuendigung widerspruchBist Du Dir sicher, dass Du die angemahnte Rechnung bezahlt hast, könnte Dir die Mahnung im Prinzip egal sein. Durch Deine Zahlung hast Du Deine Schulden beglichen. Allerdings bist Du als Schuldner in der Bringschuld. Bringschuld heißt, dass Du eine berechtigte Forderung nicht nur begleichen musst. Stattdessen musst Du auch sicherstellen, dass das Geld bei Deinem Gläubiger ankommt. Deshalb bist Du gut beraten, wenn Du die prüfst, ob die Mahnung nicht doch berechtigt ist. Dabei gehst Du am besten wie folgt vor:

  •  Kontrolliere Deine Kontoauszüge.  Vielleicht hast Du Dich bei der Bankverbindung vertan und die Überweisung wurde daraufhin zurückgebucht. Oder Dein Überweisungsauftrag konnte nicht ausgeführt werden, beispielsweise weil zu wenig Geld auf Deinem Konto war.
  •  Kontrolliere den Überweisungsvorgang.  Möglicherweise hast Du eine falsche Rechnungsnummer angegeben oder Dich bei der Kundennummer vertippt. Oder Dir ist beim Verwendungszweck ein Fehler unterlaufen. Oder Du hast eine wichtige Angabe vergessen. All dies kann dazu führen, dass Deine Zahlung zwar eingegangen ist, Dein Vertragspartner sie aber nicht zuordnen kann.
Hat Deine Prüfung ergeben, dass Deine Zahlung korrekt ausgeführt wurde, solltest Du Deinen Vertragspartner anschreiben. In Deinem Schreiben solltest Du erklären, dass Du die angemahnte Rechnung bezahlt hast. Lege außerdem einen Zahlungsbeleg als Nachweis bei. Im Online-Banking kannst Du oft einen Beleg erstellen und ausdrucken, auf dem nur der jeweilige Vorgang aufgeführt ist. Du kannst aber natürlich auch einen ganz normalen Kontoauszug kopieren. In diesem Fall kannst und solltest Du alle Daten, die nichts mit der Rechnung zu tun haben, schwärzen.

???????????In den meisten Fällen wird sich die Angelegenheit auf diese Weise klären lassen. Haben sich Deine Zahlung und die Mahnung überschnitten, ist die Sache sowieso erledigt. Konnte Deine Zahlung nicht zugeordnet werden, kann Dein Vertragspartner dies durch den Zahlungsnachweis nachholen. Sollte das Geld nicht aufgetaucht sein, wird Dich Dein Vertragspartner entsprechend informieren. Du kannst daraufhin einen Nachforschungsauftrag bei Deiner Bank stellen. Sie wird den Vorgang prüfen und Dir schriftlich mitteilen, was mit Deinem Geld passiert ist.  Das Schreiben der Bank wiederum ist für Dich der Beleg dafür, dass Du die Zahlung ordnungsgemäß geleistet hast.  Damit hast Du den verspäteten oder nicht erfolgten Zahlungseingang nicht verschuldet. Dies ist vor allem im Hinblick auf ein mögliches Mahnverfahren wichtig.

 

Warum sollte ich einer unberechtigten Mahnung widersprechen? (echt dumme Frage:-)

zeit zu handelnAuf den ersten Blick erscheint eine Mahnung harmlos. Noch ist ja nichts passiert und wenn Du die Zahlung schon geleistet hast oder spätestens jetzt bezahlst, ist die Sache vom Tisch. Ganz so auf die leichte Schulter nehmen solltest Du eine Mahnung aber nicht. Bezahlst Du eine fällige Forderung nicht, wird Dich Dein Vertragspartner durch die Mahnung an die Zahlung erinnern. Zudem wird er Dir in dem Mahnschreiben eine Frist setzen, bis wann er den Zahlungseingang erwartet. Ist diese Zahlungsfrist verstrichen und Dein Geld noch immer nicht da, bist Du in Zahlungsverzug. Dein Vertragspartner hat ab diesem Moment die Möglichkeit, ein Inkassounternehmen einzuschalten.  Er kann aber auch ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten.

  • Achtung: Anders als oft angenommen, muss Dir Dein Vertragspartner nicht erst zwei oder drei Mahnungen schicken. Steht auf der Rechnung, dass Du nach 30 Tagen automatisch in Zahlungsverzug bist, braucht es sogar gar keine Mahnung.
Leitet Dein Vertragspartner ein gerichtliches Mahnverfahren ein, wird ein Mahnbescheid erlassen. Du hast dann noch zwei Wochen Zeit, um die Forderung zu bezahlen oder Widerspruch einzulegen. Ist die Forderung berechtigt, macht ein Widerspruch aber keinen Sinn. Dadurch würde es nämlich zu einem Gerichtsverfahren kommen und diese Zusatzkosten müsstest Du übernehmen. Reagierst Du auch auf den Mahnbescheid nicht, kann Dein Vertragspartner einen Vollstreckungsbescheid erwirken. Das alles kannst Du verhindern, indem Du einer unberechtigten Mahnung widersprichst. Ist schon die Rechnung fehlerhaft oder unbegründet, solltest Du bereits die Rechnung beanstanden. Die zurückgewiesene Forderung wird dadurch nämlich zu einer bestrittenen Forderung. Und bei einer bestrittenen Forderung kannst Du nicht in Zahlungsverzug geraten, solange die Angelegenheit nicht geklärt ist.